Musikreise nach St. Petersburg – Nachbericht 09.06.0218 - 13.06.2018

Repräsentanten von Heimat und Kultur im Ausland

Auslandserfahrung haben die Musikkapellen aus Garmisch und Partenkirchen bereits gesammelt. Auftritte vor Menschenmassen kennen sie auch. Im November 2015 beispielsweise nahmen 70 Mitglieder am Militärmusikfestival im Oman teil.

Was sie jetzt aber in St. Petersburg erlebten, “das gehört für uns alle sicher zu den beeindruckendsten Erlebnissen”, sagt Josef Grasegger, Vorsitzender der Musikkapelle Partenkirchen. Tausende Zuschauer jubelten und winkten den Männern und Frauen zu, schwenkten Fahnen. Die bayerische Tradition, die Tracht – alle anderen Gruppen traten in Uniform auf – die Musik: “All das kommt einfach richtig gut an”, sagt Grasegger.

Das erlebten die Werdenfelser bereits in Arabien. Mit acht anderen Formationen gestalteten sie das “Military Music of Oman” in der Hauptstadt Maskat. Acht einheimische Gruppen, zudem eine Kapelle aus Russland. Darüber, vermutet Repräsentanten von Heimat und Kultur im Ausland Grasegger, kam die Einladung für den neuen musikalischen Auslandseinsatz zustande: zum “International Festival of Military Brass Bands” nach St. Petersburg. Deutsche Marschmusik, Schuhplattlern und Alphörner präsentierten die Oberbayern den russischen Zuschauern.

Grasegger betont die “große Ehre”, Heimat und Kultur im Ausland repräsentieren zu dürfen. Doppelt bot sich den Werdenfelsern dazu die Gelegenheit: in der großen Musikshow, dem sogenannten Tattoo, zudem im Rahmen der Marschmusikparade auf dem Newski-Prospekt, einer 4,5 Kilometer langen Prachtstraße im historischen Zentrum der Stadt und zudem die wohl bekannteste Straße Russlands.

Ihren Abschluss fand die Parade mit einem Konzert vor der weltberühmten Eremitage. Ein Erlebnis, das die Garmisch-Partenkirchner auch mit Stolz erfüllte. Denn unter den internationalen Militärmusikern bildeten sie das einzige Laienorchester.

Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 14.06.2018 – Katharina Bromberger